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Kapuzineraffen und ihr Verständnis vom Konzept des Geldes

Eine so abstrakte Idee wie Geld als symbolisches Tauschmittel würde man nur Menschen zutrauen. Schon vor einigen Jahren haben Forscher der Emory Universität im Experiment untersucht, ob auch Primaten das Konzept von Geld verstehen und anwenden können.

A concept of value during experimental exchange in brown capuchin monkeys, Cebus apella. (Abstract)

Finanzexperten und Schnäppchenjäger im Fellkleid (Artikel)

Kinder, Fakten und Fiktion

Wie gut fünf- bis sechsjährige Kinder zwischen faktischen und fiktionalen Geschichten unterscheiden können, wollten Wissenschaftler von der Boston University School of Education wissen. Es zeigte sich, dass Kinder dazu ohne weiteres in der Lage sind — es sei denn, sie haben einen religiösen Hintergrund. Religiös erzogene Kinder halten größtenteils auch fiktionale Geschichten und Figuren für echt.

Judgments About Fact and Fiction by Children From Religious and Nonreligious Backgrounds (PDF 328 kB)

Ebola weiter ungebremst auf dem Vormarsch

Die Wikipedia bietet eine sehr umfassende Übersicht über die Ebolafieberepidemie 2014 in Westafrika.

Das Worst Case Scenario der WHO im August 2014 lautete, es könne bis zu 9 Monate dauern, die Epidemie einzudämmen. Bis dahin könnt die Zahl der Infektionen auf 20.000 Fälle anwachsen. (“Ebola could infect 20,000 people, WHO says”, dw am 28.08.2014)

Leider ist nicht erkennbar, warum die Epidemie gerade dann nachlassen sollte. Im Augenblick liegt die Zahl der Fälle bei bereits 13.800 und der Verlauf folgt weiterhin einer Exponentialfunktion. Die Zahl von 20.000 Fällen wird voraussichtlich noch im November erreicht. Zumindest die Ausbruchsdynamik gibt bislang keinen Anlass zu vermuten, dass die Epidemie unter Kontrolle gebracht wäre.

Guinea, Liberia und Sierra Leone verfügen weiterhin nicht über die erforderlichen Mittel, um der Epidemie wirksam zu begegnen.

Während die Boulevardpresse sich darin gefällt, Gruselnachrichten über zunehmende Ebolaverdachtsfälle in Deutschland zu erfinden, schaut die Bundesregierung praktisch tatenlos zu. Gerade einmal 17 Millionen Euro Hilfsgelder hat die Bundesregierung bereitgestellt und ein Feldlazarett mit 50 Betten mit der Bundeswehr gen Westafrika geschickt. Inzwischen hat die Regierung weitere 85 Millionen Euro bereitgestellt, die aber offensichtlich nicht so leicht an die richtigen Stellen fließen.

Die Hilfsorganisation Kap Anamur hatte den Bau einer Isolierstation auf dem Gelände einer Kinderklinik in Sierra Leone begonnen und das Auswärtige Amt um Fördermittel gebeten. Das Amt lehnte ab, mit der Begründung, dass bereits begonnene Projekte nicht aus der Soforthilfe gefördert werden können. (Spiegel Online)

Ernährung: Was verschiedene Diäten hinsichtlich ihrer Wirksamkeit unterscheidet

Diäten gibt es viele. In manchen Zeitschriften überbieten sich die verschiedenen Schlankheitskuren mit teils völlig unrealistischen Erfolgsversprechen. Natürlich verliert man nur dann Gewicht, wenn man mehr Energie verbraucht, als man mit der Nahrung aufnimmt. Eine Umfangreiche Metaanalyse zeigt, dass die verschiedenen Diäten sich tatsächlich kaum in ihrer Wirksamkeit unterscheiden.

Weil es nicht genügt, nur ein paar Wochen zu hungern um dann in alte Verhaltensmuster zurückzufallen, muss man eine Ernährungsweise finden, die man auch auf Dauer beibehalten kann.

Wichtig ist dabei, sich realistische Ziele zu setzen. Eine Gewichtsreduktion von 10 Prozent gilt üblicherweise als machbar und verringert das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen erheblich. Die Gefahr von Herz- und Gefäßerkrankungen hängt allerdings auch davon ab, wie das Fett im Körper verteilt ist, was sich allerdings nicht beeinflussen lässt.

In jedem Fall ist es der Gesundheit zuträglich, Übergewicht abzubauen. Wie eine sehr groß angelegte Studie zeigt, hat das Körpergewicht einen deutlich höheren Einfluss auf die Gesundheit, als körperliche Fitness.

Mythos oder Wahrheit: Desinfektion der Hände nach dem Toilettenbesuch

Wer Seife einkauft, stößt immer häufiger auf Sorten, die mit Triclosan oder anderen antibakteriellen Zusätzen versehen sind. Auch der Gebrauch von Handdesinfektionsmitteln zusätzlich zum Händewaschen wird  populärer.

Allerdings bietet die Desinfektion gegenüber dem Waschen der Hände mit Seife keinen Vorteil.  Ganz im Gegenteil! Mikroorganismen sind fester und nützlicher Bestandteil unseres Körpers. Ohne sie könnten wir unsere Nahrung nicht verdauen und auf der Haut sorgen sie dafür, dass schädliche Keime keinen Platz finden, sich anzusiedeln.

Desinfektionsmittel töten Mikroorganismen unterschiedslos ab, egal ob sie zu unserer Hautflora gehören oder nicht. Damit ist nicht nur Platz für alle möglichen ungebetenen Gäste, sondern die entfettende Wirkung führ auch zu Rissen in der Haut, durch die Keime erst eindringen können.

Die medizinische Handdesinfektion soll verhindern, dass Keime auf einen Patienten übergehen. Für den Anwender des Mittels erhöht sich  das Risiko nur. Zudem kann unsachgemäße Anwendung dazu führen, dass Keime gegen das Desinfektionsmittel resistent werden.

Wer ohne Not seine Hände desinfiziert schadet also nicht nur sich selbst, sondern auch seinem Umfeld.

Viel Schaum um nichts

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