Titelbild der Sendung episode.title

Napoleon-Komplex

Abgesehen davon, dass Napoleon durchaus nicht von kleiner Statur war, ist umstritten ob es den sogenannten Napoleon-Komplex tatsächlich gibt. Er beschreibt einen theoretischen Zustand bei Männern von kleinem Wuchs, denen übermäßige Aggressivität und dominantes Sozialverhalten zugeschrieben wird.

Die Englische Zeitung “The Telegraph” zieht aus einer Studie der Oxford University den Schluss, dass es den Napoleon-Komplex tatsächlich gibt. Es wird beim Lesen der Studie nicht so recht klar, wie man zu dieser Behauptung gelangen kann. Immerhin wurde die Studie ausschließlich mit weiblichen Testpersonen durchgeführt, die Symptome von Verfolgungswahn haben.

Bei dem Experiment mussten die Teilnehmerinnen eine Zugfahrt in einer Virtuellen Umgebung machen. In zwei Durchläufen wurde die Kunstwelt jeweils so angepasst, dass das Empfinden der eigenen Körpergröße einmal verkleinert und einmal normal war.

Danach wurden die Testpersonen dazu befragt, ob sie sich beobachtet oder bedroht vorkamen oder den Eindruck hatten, die anderen Fahrgäste hätten sich gegen sie verschworen. Bei kleiner als normal empfundener Körpergröße fühlten die Testpersonen sich stärker verfolgt. Dabei war der Effekt stärker, wenn die Reihenfolge erst normal und danach verkleinert war.

Die 7. Reihe des Periodensystems

An wen muss man sich eigentlich wenden, wenn man mal ein neues Chemisches Element entdeckt hat?

Hüter des Periodensystems der Element ist die International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC), deren Sitz sich in USA befindet.

Welche Elemente es in Zukunft zu entdecken lässt sich anhand der Ordnungszahlen theoretisch erschließen. Dementsprechend gibt es Elemente die vorübergehende Namen haben, die eben der Ordnungszahl entsprechen. So hat das Element 113 derzeit den Namen Ununtrium (eins-eins-drei).

Jetzt hat das IUPAC die Entdeckung der Elemente 113, 115, 117 und 118 anerkannt. Die neuen Elemente dürfen jetzt dauerhafte Namen bekommen. Auch für die Benennung gibt es Regeln. Infrage kommen Namen aus folgenden Bereichen:

  • Mythologischer Begriff
  • Mineral
  • Ort oder Land
  • Eigenschaft
  • Wissenschaftler

Typischerweise werden Namen toter Wissenschaftler verwendet. Die einzige Ausnahme ist das Seaborgium, dass noch zu seinen Lebzeiten im Jahr 1997 nach Glenn T. Seaborg benannt wurde.

Bei den Elementen der 7. Reihe des Periodensystems handelt es sich um Superschweren Elemente, die allesamt nur für den Bruchteil einer Sekunde existieren ehe sie in andere Elemente zerfallen. In der Natur kommen sie nicht vor. Sie werden künstlich hergestellt, indem man leichtere Kerne mit großer Geschwindigkeit aufeinanderprallen lässt.

Das Ununtrium (113) wurde von Kosuke Morita am Reiken Institute in Japan entdeckt. Die Elemente 115, 117, 118 konnte ein Russisch-Amerikanisches Forscherteam aus Dubna und Kalifornien nachweisen.

http://www.theguardian.com/science/2016/jan/04/periodic-tables-seventh-row-finally-filled-as-four-new-elements-are-added

Drogen

Welche Rauschmittel sind eigentlich am schädlichsten? In der medizinischen Fachzeitschrift “The Lancet” ist kürzlich eine Studie erschienen, welche die Schädlichkeit von Rauschmitteln bewertet. Mit Mitteln des Centre for Crime and Justice Studies haben Wissenschaftler ein Bewertungsmodell mit 16 Kriterien entwickelt, um die Schädlichkeit auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten einzuordnen.

Unterschieden wird Schädlichkeit für den Konsumenten und Schädlichkeit für andere. Dabei wird feiner untergliedert, zwischen unmittelbare Schäden durch die Substanz selbst und mittelbare Schäden etwa HIV-Infektionen bei Heroinkonsumenten durch kontaminierte Injektionsnadeln.

Die mit Abstand schädlichste Substanz ist demnach Alkohol, gefolgt von Heroin und Crack.

Angesichts der schädlichen Wirkung von Rauschgiften stellt sich die Frage, wie Gesellschaften damit umgehen sollen. Der bisherige Weg ist angesichts der britischen Studie inkonsequent, da die schädlichste aller Drogen frei verkäuflich ist, während, von Tabak abgesehen, die weniger schädlichen allesamt verboten sind. Bei Cannabis gibt es vereinzelt Ansätze einer Legalisierung. Bereits 2009 schrieb das englische Wirtschaftsmagazin “The Economist”, dass der erbitterte Kampf gegen Drogen völlig wirkungslos geblieben ist, obwohl er Unsummen an Geld verschlingt.

Tatsächlich nützt das Verbot von Rauschmitteln am meisten den kriminellen Organisationen, die auf den Schwarzmarkthandel spezialisiert sind. Mit einem Jahresumsatz von etwa 320 Dollar rangiert dieses Geschäft in der Größenordnung eines mittleren Mineralölkonzerns. Wie eigentlich seit dem Ende der Alkoholprohibition in den USA bekannt ist, hat das Verbot einer Substanz keinen nennenswerten Einfluss auf den Handel und Konsum davon.

Die Kriminalisierung führt aber dazu dass die Qualität und Reinheit der konsumierten Substanzen nicht kontrollierbar ist und somit die Schädlichkeit des Konsums unnötig verstärken. Weiterhin führt sie dazu dass die Konsumenten im Verborgenen agieren, was sie häufig daran hindert Hilfsangebote anzunehmen.

Dabei zeigen Versuche, beispielsweise in Portugal, dass die Legalisierung von Rauschmitteln nicht zu einem gesteigerten Konsum führt.

  • The Economist 2009: Jahresumsatz mit Illegalen Drogen 320 USD

Research Kit

Studienteilnehmer finden leichtgemacht. Apples Research Kit: Einfach App entwickeln. Beispiele:

  • Autism
  • Epilepsy
  • Melanoma
  • Asthma
  • Parkinson’s Disease
  • Diabetes
  • Breast Cancer
  • Cardiovascular Disease

Sensoren: Beschleunigungssensor, Mikrofon, Gyroskop und GPS

Problem: Bias in Richtung Apple-Kunde. Möglicherweise nicht repräsentativ.

Früher 60.000 Briefe um 305 Teilnehmer zu gewinnen (Film). Stanford University fand in 24 h 11.000 Teilnehmer.

Mythos des Monats, die Wahrheit

  • Sind Kupfermünzen überhaupt aus Kupfer? (Magnetversuch, 94,35 % Fe, 5,65 % Cu)
  • Pflanzen brauchen Elemente C, O, H, Makronährstoffe N, K, Mg (Magnesium), Ca, S, P und Spurenelemente aus dem Boden, Fe, Zn (Zink), Co, Cl, B, Mo, Mn und tatsächlich Cu! Elementares Cu kann aus der Münze durchs H2O aufgenommen werden und die Zellwände stabilisieren.
  • Cu wirkt fungizid. Oligodynamischer Effekt wie Ag.
  • Cu senkt den pH-Wert ein wenig
  • Wichtiger: Stiele alle 2 – 3 Tage Stiele neu anschneiden. Schräg weil größere Oberfläche die nicht auf dem Vasenboden aufliegen kann.
  • Nicht zu warm, kühles Wasser

Episodenbild: Public Domain

0:57:24